Bei wem reicht eigentlich der Bundeskanzler seinen Urlaubsantrag ein?

Ich habe in den letzten Tagen ernsthaft darüber nachgedacht.
Gibt es da jemanden, der unten rechts unterschreibt?
Oder trägt der Kanzler seinen Urlaub einfach in Outlook ein und hofft, dass niemand einen Termin einstellt?

Ich bin mir nicht sicher, ob ihn die Menschen vermissen, aber drei Wochen scheinen für manche offenbar die Frist zu sein, nach der man einen Bundeskanzler schon fast als vermisst melden müsste.

Das erinnerte mich an einen Urlaub, den ich vor Jahren bei meiner Familie in Japan verbracht habe.

Damals war ich noch im Konzern.
Drei Wochen Urlaub am Stück.

Auch in Japan sind 20 Tage bezahlter Urlaub nichts Ungewöhnliches.
Wobei, am Stück schon eher. Meine Familie beunruhigte mein langer Aufenthalt.

Nach wenigen Tagen nahm mich mein Bruder zur Seite, ob mit meiner Arbeit noch alles in Ordnung sei, ob ich den Job vielleicht sogar verloren hätte.
Ich versicherte ihm, dass er sich keine Sorgen machen müsse.
Worauf er wissen wollte, ob das nach meiner Rückkehr auch noch so sein würde.

Als auch das geklärt war, blieb nur noch Verwunderung.
Dass man drei Wochen Urlaub nehmen darf und danach einfach wieder auftaucht, fand meine Familie bemerkenswert.

Am letzten Wochenende habe ich ihnen erzählt, dass unser Bundeskanzler drei Wochen Urlaub genommen hat.
Sie waren wieder fassungslos.
Und gleichzeitig ziemlich beeindruckt.

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Michael Okada

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