Mein erster Job im IT-Vertrieb war Mainframes ablösen.
Ich saß Menschen gegenüber, die diese Systeme aufgebaut hatten und erfolgreich betrieben.
Und dann kam ich, junger Schnösel, im dunkelblauen Boss-Anzug und erklärte ihnen, ihre Zeit sei abgelaufen.
Sie haben mir alle geduldig zugehört, aber gewechselt erst, als sie mussten, keine Wahl mehr hatten.
Sehr oft zu spät, um die Richtung noch selbst zu bestimmen.
Ich dachte damals, das sei Sturheit.
Heute kann ich es anders einordnen.
Denn Zuverlässigkeit ist der Daseinszweck eines jeden Rechenzentrums.
Und das haben sie erfüllt.
Deshalb denke ich gerade an Toyota.
Toyota ist zum sechsten Mal in Folge der meistverkaufte Autobauer der Welt. Gleichzeitig fällt das operative Ergebnis wohl zum dritten Mal in Folge.
Toyota hat lange auf seine Erfolgsgeschichte „Hybrid“ gesetzt.
Aber die Welt um Toyota ist gleichzeitig politischer und elektrischer geworden.
Zu spät ist Toyota deshalb aber nicht.
Dieses Unternehmen hat schon einmal gezeigt, dass es Produktion anders denken kann.
Das Toyota Production System wurde zum Vorbild weit über Toyota hinaus.
Man muss sich manchmal nur daran erinnern, dass das eigene Wissen nicht wertlos ist.
Eher vorläufig.