Und Onigiri.
Und kleine Plastikboxen mit Dingen, die auf dem Etikett „Bowl“ heißen.
Man sieht die Mühe. Das ist immerhin etwas.
In Japan habe ich gesehen, dass es auch anders geht.
Im Konbini, so heißt der Convenience Store dort, nimmt man das Essen ernst.
Japan hat über 55.000 davon.
Manche sagen, sie seien Infrastruktur.
Ich würde dem zustimmen.
Die größte Kette ist 7-Eleven. Über 21.000 Filialen allein in Japan.
Der Mann hinter diesem Unterschied hieß Toshifumi Suzuki.
Er ist am 18. Mai gestorben, mit 93.
Suzuki hat 7-Eleven nicht erfunden.
Aber er hat aus der japanischen Version etwas gemacht, das ich schwer beschreiben kann, ohne dass es klingt wie Werbung.
Einen Ort, an dem man um drei Uhr nachts ein Ei-Sandwich kaufen kann, das nicht nach Notlösung schmeckt.
Suzuki hat neue Produkte regelmäßig selbst probiert.
Auch mit seinem Führungsteam.
Und er ging in Filialen, kaufte ein wie ein normaler Kunde und nahm das Essen mit nach Hause.
Ein Produkt, das ihm nicht schmeckte, kam nicht ins Regal.
Das klingt selbstverständlich. Ist es leider nicht.
Ich frage mich, was passieren würde, wenn deutsche Supermarktmanager ihre eigenen Convenience-Regale leerkaufen und das Gekaufte zu Hause essen würden.
Wobei: Sonntags ist bei uns ja zu.
Schade.
Für mich ist das der Unterschied.
Ob der Chef in seine eigene Filiale geht und isst, was dort liegt.
Das ist das Mindeste.
Mehr nicht.
Suzuki ist gestorben.
Seinen Maßstab gibt es noch.
Vorerst.