In Tokio gibt es ein Museum, das Besucherrekord um Besucherrekord bricht.
2,5 Millionen Besucher pro Jahr.
Guinness-Weltrekord.
Ich war da.
Barfuß durch knöcheltiefes Wasser, digitale Koi-Fische, die um meine Füße schwammen, Licht, das auf mich reagierte.
Ich war beeindruckt.
Und ein bisschen verlegen darüber, wie beeindruckt ich war.
teamLab Planets nennt sich Museum.
Ich weiß nicht recht. Es fühlt sich anders an.
Aber teamLab ist ehrlich. Es verkauft ein Spektakel und liefert es.
Inzwischen ist etwas gewachsen, das Kultur und Veranstaltung zugleich sein will.
Van Gogh Alive.
Monet L’Expérience.
Klimt-Projektionen in alten Fabrikhallen.
Kulturerlebnis drauf, Veranstaltung drin.
Die Leute gehen rein, staunen, fotografieren, verschwinden.
Was bleibt, weiß ich nicht.
Im Samurai Museum Berlin habe ich gesehen, dass es anders geht.
Über tausend Originalobjekte.
Interaktiv, wo es Sinn macht. Es nimmt dich mit.
Aber es denkt nicht für dich.
Ein Museum hat mich früher manchmal gelangweilt.
Ich stand vor Dingen, die ich nicht verstand, und wusste nicht, wohin damit.
Heute weiß ich: Das war der Punkt.