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Wer wir wirklich sind.

Das Bedürfnis nach Authentizität, seine wahren Gefühle und Meinungen ausdrücken.
Wollen.

Authentisch wäre doch: lieber an den See zum Baden fahren, als ins Büro zugehen, wenn uns danach ist, und dem Chef einmal die Meinung zu geigen, wenn uns danach ist.

Im japanischen gibt es dafür zwei Begriffe: Honne (jap. 本音), die wahren Gefühle und Meinungen eines Menschen, die ich aber nicht unbedingt kommuniziere, und Tatemae (jap. 建前), die äußerliche Fassade, die ich zum Ausdruck bringe, in Entsprechung der jeweiligen Erwartungshaltung.

Beide Zustände können im Widerspruch zueinanderstehen.

In einem beruflichen Umfeld setze ich auf Professionalität, auf Tatemae.
Und nicht auf Authentizität.

Denn ich möchte mir keine Sorgen um meinen Haarschnitt machen, nur weil der Friseur schlechte Laune hat und heute keine Lust hat, sich Mühe zu geben.

Und ich möchte selbst dann in ein Restaurant gehen können, auch wenn der Koch sich vor der Arbeit mit seiner Partnerin gestritten hat und er gerne die Arbeit als Ventil für seine Wut benutzen möchte.

Authentizität ist in diesem Kontext vollkommen überbewertet. Regelmäßig und konstant das Leistungsversprechen gegenüber dem Kunden einlösen.

Kontinuierliche Verlässlichkeit für die Kunden, unabhängig vom eigenen Gemütszustand.

Nicht mehr, nicht weniger.