Als Software-Unternehmer sind einige unserer Kunden DAX-Konzerne.
Sie haben alle Karten in der Hand.
Könnten mich ruinieren.
Tun sie nicht.
Das nennt man Größe.
Dann sehe ich, wie Amerika mit Japan umgeht.
Ein Abkommen wurde unterzeichnet.
Japan macht ein Investitionsversprechen von 550 Milliarden Dollar.
Und bekommt trotzdem Zölle.
Ein historischer Durchbruch, verkünden die einen.
Ein fauler Kompromiss, konstatieren die anderen.
Und doch scheinen beide Deutungen etwas zu übersehen.
Die Debatte kreist um Summen, aber das Entscheidende liegt tiefer.
Es geht um die schleichende Akzeptanz eines Prinzips, das Erpressung als Diplomatie ausgibt.
Wenn Zwang zur Verhandlungsgrundlage wird, was bleibt dann von gleichberechtigter Partnerschaft?
Das größere Risiko liegt nicht im wirtschaftlichen Verlust, sondern im Kollaps einer Weltordnung, die auf Respekt statt auf Willkür basiert.
Welche Botschaft vermittelt es, wenn Erpressung als normale Form des Umgangs akzeptiert wird?
Und was würde es bedeuten, dem Druck standzuhalten?
Denn Größe ist eine Entscheidung.
Fotocredit: Samurai Museum Berlin