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Sprengkraft für jede Weihnachtsfeier

Bonenkai, wörtlich übersetzt als „Feier zum Vergessen des Jahres“, ist eine japanische Tradition zum Ende eines jeden Jahres. Dem Chef, den Vorgesetzten, den Kollegen endlich einmal die Meinung sagen.

„Straffrei“.
Klingt verlockend?
Dazu bedarf es Alkohol. Viel Alkohol. Zumindest in Japan.

Etikette ist nicht nur eine Tugend im Verhaltenskodex der Samurai, sondern auch ein Eckpfeiler in der japanischen Teezeremonie. Ohne Etikette keine Harmonie, und ohne Harmonie keine wahre Gemeinsamkeit. Emotionalität ist im Beruf wichtig, aber wenn diese Emotionalität die gemeinsamen Interessen untergräbt, zerstört sie die Grundlage für Erfolg.

Es gibt viele Gründe für Direktheit, für Ehrlichkeit, aber sie sind kein Freibrief für Eigeninteressen. Sich selbst zurückzunehmen, um den gemeinsamen Erfolg sicherzustellen, ist eine Herausforderung in unserer Welt, geprägt von Egoismus und Konkurrenzdenken.

Also sollten wir uns immer vor Augen führen, welche Bedeutung Aufrichtigkeit und Gemeinschaft haben, nicht nur zum Ende des Jahres und nicht nur mit Hilfe von Alkohol.

Daher bevorzuge ich persönlich die deutsche Variante der Weihnachtsfeier. Aber wenn Sie die japanische Version bevorzugen, sagen Sie bitte nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt.